Veröffentlichungen


Überblick:

PECHER W. (1989). Das Gefängnis als Vater-Ersatz. Die Suche nach dem Vater als unbewusstes Motiv für Straffälligkeit. Frankfurt a. M.: R. G. Fischer - Verlag. → Rezensionen

PECHER W., NÖLDNER W. & POSTPISCHIL S. (1995). Suizide in der Justizvollzugsanstalt München 1984 bis 1993. Zeitschrift für Strafvollzug und Straffälligenhilfe, 44, 347-351.

PECHER W. (1995). Totale Institutionen und das Thema 'Schuld und Strafe'. In: GRÖNING K. & BAUER A. (Hrsg.), Institutionsgeschichten / Institutionsanalysen. Sozialwissenschaftliche Einmischungen in Etagen und Schichten ihrer Regelwerke. Tübingen: edition diskord, 134-148.

LÜDEKE K. & PECHER W. (1998). Analytisch-gruppendynamisch orientierte Therapiegruppe im Rahmen einer Behandlungsabteilung im Normalvollzug. In: WAGNER E. & WERDENICH W. (Hrsg.), Forensische Psychotherapie. Psychotherapie im Zwangskontext von Justiz, Medizin und sozialer Kontrolle. Wien: Facultas-Universitätsverlag, 226-241.

PECHER W. (1999, 2. Aufl.: 2005). Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie im Justizvollzug. Eine empirische Untersuchung der Erfahrungen und Einschätzungen von Psychotherapeuten in deutschen Gefängnissen. Pfaffenweiler: Centaurus-Verlagsgesellschaft. → Rezensionen

PECHER W. & POSTPISCHIL S. (2000). Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie in der Untersuchungshaft. Recht und Psychiatrie, 18, 177-182.

PECHER W. (2002a). Analyse der Institution Strafvollzug. Recht und Psychiatrie, 20, 63-68.

PECHER W. (2002b). Untersuchungshaft - eine "verlorene Zeit"? In: WISCHKA B., JESSE J., KLETTKE W. & SCHAFFER R. (Hrsg.), Justizvollzug in neuen Grenzen. Lingen: Kriminalpädagogischer Verlag, 140-145.

PECHER W. (Hrsg.) (2004a). Justizvollzugspsychologie in Schlüselbegriffen. Stuttgart: Kohlhammer.
darin: Gruppenpsychotherapie (104-116); Resozialisierung (215-224); Totale Institution (310-320). → Rezensionen

PECHER W. (2004b). „Therapie statt Training?“ – Was können andere psychologische Ansätze? In: CORNEL H. & NICKOLAI W. (Hrsg.), What works? Neue Ansätze in der Straffälligenhilfe auf dem Prüfstand. Freiburg i. Br.: Lambertus, 98-121.

PECHER W., RAPPOLD G., SCHÖNER E., WIENCKE H. & WYDRA B. (Hrsg.) (2005). "...die im Dunkeln sieht man nicht." Perspektiven des Strafvollzugs. Festschrift für Georg Wagner. Herbolzheim: Centaurus-Verlag.
darin: Was ist eigentlich 'strukturierte' Behandlung? (249-258).

PECHER W. (2011a). Sozialtherapeutische Behandlung von Gefangenen mit antisozialer Persönlichkeit. Persönlichkeitsstörungen: Theorie und Therapie, 14, Heft 1, 64-71.

PECHER W. (2011b). Behandlung antisozialer Persönlichkeiten in Sozialtherapeutischen Einrichtungen. Kriminalpädagogische Praxis, 39, Heft 47, 29-36.

WISCHKA B., PECHER W. & VAN DEN BOOGART H. (Hrsg.) (2012). Behandlung von Straftätern - Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Sicherungsverwahrung. Freiburg: Centaurus-Verlag. 2., durchgesehene Auflage 2013.
darin: Die therapeutische Beziehung bei der Behandlung von Straftätern (zusammen mit STARK A.) (377-397); Teilnehmer der Sozialtherapie als "Listeners" im Rahmen der Suizidprävention - Hilfe für "beide Seiten"(zusammen mit LOHNER J.) (581-593). → Rezensionen

LOHNER J. & PECHER W. (2014). Behandung und Sozialtherapie im Strafvollzug. In: AK HOCHSCHULLLEHRERINNEN KRIMINOLOGIE / STRAFFÄLLIGENHILFE IN DER SOZIALEN ARBEIT (Hrsg.), Kriminologie und Soziale Arbeit. Ein Lehrbuch. Weinheim und Basel: Beltz Juventa, 211-226.

BENNEFELD-KERSTEN K., LOHNER J. & PECHER W. (Hrsg.) (2015). FreiTod? SelbstMord? BilanzSuizid? Wenn Gefangene sich das Leben nehmen. Einschätzung und Prävention. Lengerich u. a.: Pabst Science Publishers.
darin: Abschiedsbriefe (zusammen mit STARK A.) (211-233); Listeners (zusammen mit BREUER M. M.) (321-342).

PECHER W. (2016). Zur Entwicklung der sozialtherapeutischen Einrichtungen im Justizvollzug. In: STEINBÖCK H. (Hrsg.), Neujustierung des Maßregelvollzugs - zwischen Freiheitsrechten und Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft. Lengerich: Pabst Science Publishers, 74-95.

LOHNER J. & PECHER W. (2016). Folgen von Inhaftierung. In: B. DULZ, P. BRIKEN, O. F. KERNBERG, U. RAUCHFLEISCH (Hrsg.), Handbuch der antisozialen Persönlichkeitsstörung. Stuttgart: Schattauer Verlag, 381-390.

BREUER M., ENDRES J., HELLER N. & PECHER W. (2017). Modellprojekt zur Therapie mit langstrafigen Gefangenen zu Beginn der Haft. Forum Strafvollzug 1/17, 11-15.

ALBY M., PECHER W. & LOHNER J: (2017). Zuhörer hinter Gittern. In: Geist & Gehirn, Heft 7, 36-39.

LOHNER J. & PECHER W. (2017). Wirkungen und Nebenwirkungen im institutionellen Kontext - Prognosen im Strafvollzug. In: KOBBÉ U. (Hrsg.), Forensische Prognosen. Ein transdisziplinäres Praxismanual. Lengerich: Pabst Science Publishers, 309-318.


Rezensionen:

Das Gefängnis als Vaterersatz. Die Suche nach dem Vater als unbewußtes Motiv für Straffälligkeit. R.G. Fischer-Verlag, Frankfurt a.M. 1989; 200 Seiten.

Der dieses Buch zur Hand nehmende Leser mag beim Titel, speziell beim Untertitel, den Eindruck gewinnen, es sei ein "typisch psychoanalytisches" Werk; hier werde nach hintergründigen, unbewussten Motiven der Straffälligkeit gesucht, während in der sozialen Realität sich manifestierende wichtige andere Determinanten außer acht gelassen würden. Eine solche skeptische Haltung würde Pechers Ausführungen indes in keiner Weise gerecht. Der Autor legt vielmehr eine im besten Sinne tiefen-psychologische Analyse des Phänomens Delinquenz vor, und zwar unter Einbezug biologischer und soziologischer Überlegungen und mit einer doppelten Blickrichtung, nämlich einerseits im Hinblick auf den Straffälligen selber und andererseits auf die Institution Gefängnis mit den darin Tätigen. Ausgehend von der klassischen psychoanalytischen Theorie und unter Einbezug der neueren psychoanalytischen Entwicklungspsychologie von Margaret Mahler und der Narzissmuskonzepte von Kohut und Kernberg zeigt Pecher auf, dass neben der von Freud formulierten Hypothese des unbewussten Schuldgefühls und des latenten Strafbedürfnisses auch eine Reihe anderer Mechanismen zu beachten sind, wenn es um die Beziehung zwischen dem Straffälligen und der Institution Gefängnis geht. Neu und im besten Sinne originell ist in dieser Hinsicht der im Zentrum seiner Ausführungen stehende Gedanke, dass der Gefängnisaufenthalt von Delinquenten oft unbewusst gesucht wird in der Hoffnung, in dieser Institution ein Vatersurrogat zu finden und damit Abstand zu einer als "gefährlich" erlebten Mutter zu gewinnen. Diese Dynamik veranschaulicht der Autor an sorgfältig dokumentierten, plastisch geschilderten kasuistischen Beispielen. Dass dies nicht nur theoretische Überlegungen sind, sondern dass sie auch große praktische Relevanz besitzen, zeigt Pecher daran, dass die unbewussten Bedürfnisse des Delinquenten und die institutionellen Strukturen des Strafvollzugs mit seinen spezifischen Funktionen oft in unheilvoller (das heißt die Delinquenz chronifizierender statt die Resozialisierung fördernder) Weise ineinander greifen. Ein Buch, das für alle, die im Bereich des Strafvollzugs arbeiten, eine große Hilfe bietet, wenn es darum geht, untergründig wirkende Prozesse zu analysieren und Fehlentwicklungen effizient zu begegnen.

Prof. Dr. Udo Rauchfleisch

 

Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie im Justizvollzug. Eine empirische Untersuchung der Erfahrungen und Einschätzungen v on Psychotherapeuten in deutschen Gefängnissen. Studien und Materialien zum Straf- und Maßregelvollzug, Band 8; Centaurus, Pfaffenweiler 1999, 299 Seiten.

Die Studie vermittelt einen überaus differenzierten, ebenso anschaulichen wie realistischen Eindruck von psychotherapeutischer Behandlung (in Form von Einzel- und Gruppentherapie) innerhalb des (deutschen) Strafvollzugs. Die Darstellung und das abschließende Resümee können in gewisser Weise als Bestätigung bisheriger (Einzel-)Befunde verstanden werden, die auf die spezifischen Hemmnisse psychotherapeutischer Arbeit im Strafvollzug verweisen, aber auch zu solchen Anstrengungen ermutigen - obgleich sich die einschlägigen Probleme auf diesem heiklen Gebiet in letzter Zeit eher verschärft haben (z.B. durch Überbelegung, Zunahme schwieriger Täter und Insassen anderer Kulturen). Einleitend werden denn auch namentlich die kriminal-und vollzugspolitischen, psychotherapeutischen, organisationspsychologischen und klinisch-psychologischen Einwände formuliert, die gegen Psychotherapie hinter Mauern ins Feld geführt werden.

Prof. Dr. Heinz Müller-Dietz

 

Justizvollzugspsychologie in Schlüsselbegriffen. Kohlhammer, Stuttgart 2004, 354 Seiten.

Der Band gibt in 28 alphabetisch geordneten Begriffen (von „Ambulante Straffälligenhilfe" bis „Wohngruppenvollzug") einen breiten Überblick über jene Arbeitsfelder, in denen psychologisches Wissen im Justizvollzug zur Anwendung kommt. Freilich können diese Beiträge auf jeweils 10 bis 15 Seiten keine umfassende Darstellung, oft sogar nur den ersten Einstieg liefern, doch zahlreiche Literaturhinweise sowie ein differenziertes Sachverzeichnis und Personenregister am Ende erschließen dem interessierten Leser weiterführende Texte bzw. Ausführungen zu Themen, für die keine eigenen Kapitel erstellt wurden (z.B. Allgemeiner Vollzugsdienst, Vollzugslockerungen).

Die 28 Kapitel behandeln neben „klassischen" Aufgabenbereichen der Vollzugspsychologie wie Diagnostik, Behandlung und Vollzugsplanung (z.B. Behandlung und Behandlungsplanung, Gruppenpsychotherapie, Persönlichkeitsstörungen, Prognosebegutachtung, Resozialisierung) auch besondere Vollzugsformen und Insassengruppen (z.B. Ausländer im Vollzug, Drogentäter, Frauenkriminalität und Frauenvollzug, Gewalttäter, Jugendvollzug, Sexualstraftäter, Sozialtherapeutische Anstalten und Abteilungen, Wohngruppenvollzug). Aus organisations- und sozialpsychologischer Perspektive befassen sich mehrere Abschnitte mit den Besonderheiten der Institution Justizvollzug und deren Entwicklungsmöglichkeiten (Geiselnahme, Organisationsentwicklung, Sicherheit, Subkultur, Totale Institution). Fragen des Personals und der Leitung behandeln weitere Schlüsselbegriffe: Führung und Umgang mit Mitarbeitern, Personalentwicklung und Personalauswahl, Psychologen als Leiter, Psychotraumatologie, Supervision.

Die Autorinnen und Autoren der Beiträge sind ausnahmslos erfahrene Praktiker aus dem Justizvollzug und/oder Wissenschaftler mit einschlägigen Forschungsschwerpunkten. Natürlich bedingt diese Vielzahl der Verfasser, dass das Werk nicht „wie aus einem Guss" wirkt, sondern verschiedene Schreibstile und Darstellungsweisen vereinigt, aber gerade dadurch auch authentisch ist. Der Herausgeber sorgte darüber hinaus freilich für eine einheitliche Gliederung und für einen in etwa gleichmäßigen Umfang der Kapitel.

Der Band wendet sich zunächst an Psychologinnen und Psychologen im Justizvollzug. Diesen kann er auch nur wärmstens empfohlen werden, freilich mehr zur Auffrischung und Vertiefung bereits bekannten Wissens denn als Quelle gänzlich neuer Erkenntnisse. Andere Bedienstete des Justizvollzuges oder in verwandten Bereichen tätige Personen (z.B. bei Staatsanwaltschaft, Gericht, Bewährungshilfe, Maßregelvollzug) werden durch den Band einen Einblick in Methoden und Inhalte der Vollzugspsychologie erhalten und damit ein besseres Verständnis dieses Arbeitsgebietes erlangen, das ihnen z.B. bei konkreten Fragen helfen könnte, gezielter und kritischer Fragen zu stellen. Studierende der Psychologie, die sich für Vollzugspsychologie interessieren, sollten diesen Band, am besten begleitend zu einem Praktikum in einer Vollzugsanstalt, zur Hand nehmen, um sich ein fundierteres Bild über dieses Arbeitsgebiet zu machen. Schließlich kann auch jeder interessierte Laie, der einen Blick in die für die Öffentlichkeit meist unbekannte Welt des Strafvollzuges werfen möchte, von dem Buch profitieren.

Der Band ist inhaltlich überzeugend und auch optisch (Format, Schriftbild) gelungen und kann - nicht zuletzt auch wegen des günstigen Preises - uneingeschränkt empfohlen werden.

Prof. Dr. Rudolf Egg

 

Behandlung von Straftätern. Sozialtherapie, Maßregelvollzug, Sicherungsverwahrung. Studien und Materialien zum Straf- und Maßregelvollzug Band 26. Centaurus, Freiburg 2012, 630 Seiten.

Strafvollzug findet weitgehend im Verborgenen statt. Die Öffentlichkeit beachtet ihn fast nur aus Anlass spektakulärer Vorkommnisse, die Politik darüber hinaus noch im Wahlkampf, ansonsten hört man wenig. Man kann das begrüßen, als Zeichen dafür, dass es offenbar keine nennenswerten Probleme gibt. In der Tat: Die spektakulären Fälle fallen so auf, weil Sie so seltene Ausnahmen sind. Alles ruhig, nichts zu vermelden, also?

Im Gegenteil. Der Strafvollzug erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der gerade deswegen dramatisch genannt werden kann, weil er sich zwar sehr unaufgeregt vollzieht, sich aber der Sache nach tatsächlich diametral entgegen dem Strom des öffentlich verlautbarten Zeitgeistes entwickelt. Unbeeindruckt von allen „Es-wird-immer-schlimmer“-Klagen oder „Härter-durchgreifen“-Parolen all derer, die die Realitäten des Vollzugs nicht kennen, hat sich der deutsche Strafvollzug einsichtsvoll und stetig in Richtung eines modernen und effektiven, dabei differenzierten und professionellen Behandlungsvollzugs ohne jede romantische Verklärung entwickelt. Die jüngere Rechtsprechung (etwa zur Sicherungsverwahrung) hat dies wirksam unterstützt, aber gewiss nicht angeschoben – eher schon: anerkannt. Parallel dazu hat die Forschung zum Strafvollzug ebenfalls eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt. Die viel zitierte These „nothing works“ aus den 1970er Jahren, die von interessierter Seite flugs zu dem Slogan des „nothing works“ umgedeutet und als fundamentalistischer Einwand gegen Strafvollzug überhaupt instrumentalisiert wurde, ist durch geduldige, engagierte und äußerst anspruchsvolle Forschung empirisch schlicht widerlegt worden – und damit praktisch wie politisch obsolet. Wir wissen heute Vieles und Fundiertes darüber, was wann bei wem wie unter welchen Bedingungen wirkt. Gewiss sind viele Fragen noch unzureichend untersucht, manche Aspekte noch nicht befriedigend geklärt, aber für pessimistische Abstinenz gibt es keine Rechtfertigung mehr.

Freilich macht die damit einhergehende Differenzierung der wissenschaftlichen Argumente wie der praktischen Umsetzungen die Debatte auch unübersichtlicher. Man muss sich Zeit nehmen, man muss gründlicher (und mehr) lesen und zuhören, man muss mehr über Inhalte, Fakten und Methoden wissen, man muss genauer nachdenken, um sich seriös ein Bild machen und verantwortlich an der Diskussion beteiligen zu können. Genau dabei ist die Edition „Behandlung von Straftätern“ eine wirklich wertvolle Hilfe. Provokante Thesen oder Radikale Slogans wird man in ihm nicht finden, aber es passt gut zu der leisen Umorientierung des deutschen Strafvollzugs, dass der hier zu besprechende Band selbst sehr unaufgeregt auftritt. Vom Titel bis zum Sachregister, im Tenor aller (beinahe dreißig) Kapitel, in der ruhigen Gestaltung (schon das Buchcover verzichtet konsequent auf Bebilderung), nicht zuletzt auch im einschüchternden Umfang (630 Seiten) präsentiert es sich nüchtern, differenziert, vielschichtig – mit einem Wort: unspektakulär.

Das ist großartig, wenn ein Superlativ einmal erlaubt ist. Denn dieses anspruchsvolle, sozial ebenso sensible wie unverzichtbare, praktisch wie wissenschaftlich höchst komplexe Feld verdient es, sorgfältig und vernünftig bedacht und behandelt zu werden. Zu Differenziertheit gibt da keine auch nur annähernd gleichrangige Alternative. Und so findet man in diesem Sammelband hochkarätige wissenschaftliche Beiträge von national und international herausragenden Experten beispielsweise zur Psychopathie oder zu neurobiologischen Grundlagen neben Empfehlungen zur Sicherungsverwahrung des Arbeitskreises Sozialtherapeutische Anstalten im Justizvollzug, spezifische und praxisnahe Erfahrungsberichte etwa zur Motivationsarbeit in einer süddeutschen Anstalt neben einem eindrucksvollen und umfassenden Kapitel zu Evaluationsmethoden im Strafvollzug, Texte zur Behandlung von Gewalt- und Sexualstraftätern neben Überlegungen zum Umgang mit älteren und alten Gefangenen, Texte zur Prognose von Gewalttätern neben einer Diskussion des Umgangs mit eigenen Fehlern oder professioneller Kooperation verschiedener Akteure im Strafvollzug. Man wird das Buch daher nicht in einem Zug lesen, aber man wird es immer wieder zur Hand nehmen, wenn man spezifische Fragen hat, wenn man konkrete Anregungen sucht oder sich grundlegend informieren will. Viele praktische Beiträge (etwa zur Motivation) sind anschaulich, lehrreich und prototypisch für das Feld, das sie behandeln, andere (etwa zur Behandlung) höchst aktuelle state-of-the-art Informationen, wieder andere (z.B. methodische Überlegungen) werden auf lange Zeit gültig und wertvoll bleiben, und manche (z.B. aktuelle Stellungnahmen) sind höchst wertvolle zeitgeschichtliche Dokumente. Kurzum: Es lohnt sich wirklich, dies Buch griffbereit im Regal zu haben, wenn man am Strafvollzug interessiert ist. Es dokumentiert und reflektiert die Evolution einer wichtigen und sensiblen sozialen Institution, die bei aller Differenziertheit und Nüchternheit so spannend und tiefgreifend ist, dass sie ein zusätzliches „R“ am Wortanfang vielleicht wirklich verdient.

Prof. Dr. Werner Greve

 

Mit ihrer Auswahl von Beiträgen dokumentieren die HerausgeberInnen Modelle langjährig bewährter „guter Praxis“ in Diagnostik, Behandlung und Prognostik von StraftäterInnen und stellen dieses Wissen PraktikerInnen aus den entsprechenden Handlungsfeldern zur Verfügung. Gleichzeitig ermöglichen die Beiträge Einblicke in die Wirklichkeit eines therapeutischen Alltags mit StraftäterInnen. Dieser findet statt auf der organisatorischen Bühne des Strafvollzugs und vor dem Hintergrund einer restriktiven Kriminalpolitik, die von einem skandalisierenden Medieninteresse flankiert wird. Deutlich wird den fachlich geschulten LeserInnen die kriminalpolitische Nachrangigkeit einer therapeutischen Versorgung von StraftäterInnen. Deutlich wird auch, wie ungemein schwierig es sich gestaltet, unter den Bedingungen des Strafvollzugs ein sozialtherapeutisches Milieu zu etablieren und welche Herausforderung es bedeutet, unter dem Druck der Öffentlichkeit und mit chronisch unzureichenden Personal- und Finanzmitteln, zutiefst sozial beeinträchtigte Menschen therapeutisch zu behandeln. Die AutorInnen (überwiegend PsychologInnen, einige SozialarbeiterInnen und KriminologInnen) sind alle langjährig an der Entwicklung, Durchführung und Evaluation integrativ-sozialtherapeutischer Behandlungsprogramme beteiligt. Ihr Engagement und die in den Aufsätzen sich dokumentierende Professionalität verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung, weil sie sich keineswegs ausschließlich im Bereich einer pragmatisch-methodischen Praxis für den Kontext Strafvollzug bewegen. Empirisch abgesichert und unter Einbezug aktueller Therapieforschung setzen sich die VerfasserInnen mit den Behandlungsmöglichkeiten von Menschen mit schweren dissozialen Störungsbildern auseinander.

Zwei kritische Punkte möchte ich allerdings anmerken:

  1. Es hätte dem Sammelband gut getan – außer dem Verweis auf die fehlenden Plätze für Jugendliche und Frauen- auf das Thema Gender differenzierter einzugehen. Dazu gehört die Frage nach einer Gendergerechtigkeit in Forschung, Behandlungsmöglichkeiten und Prognostik von schwerer Dissozialität ebenso, wie die Auseinandersetzung mit den Bedingungen einer sozialtherapeutischen Behandlung von jugendlichen und erwachsenen Frauen.
  2. Die meisten Aufsätze setzen sich aus einer psychologischen Perspektive mit dem Thema der Behandlung von StraftäterInnen auseinander. Dabei nimmt gerade die Sozialtherapie doch in Anspruch, interdisziplinär verzahnt ein soziales Behandlungsmilieu zu schaffen. In dieser Hinsicht wäre es interessant gewesen, mehr über die interdisziplinäre Gestaltung und Wirkung des Sozialen (insbesondere auch über die gestaltende Rolle der SozialarbeiterInnen) im Rahmen der Sozialtherapie zu erfahren.

Fazit: Ich kann dieses Buch den Lesern und LeserInnen sehr empfehlen, die in der Behandlung von StraftäterInnen im Strafvollzug oder auch nach deren Entlassung tätig sind. Aber auch für die Ausbildungsbereiche von PsychologInnen und SozialarbeiterInnen eignet sich das Buch sehr gut, da die Aufsätze verständlich und anschaulich Theorie und Praxis einer Behandlung von StraftäterInnen zusammen bringen.

Prof. Dr. Irma Jansen

 


Frei Tod? Selbst Mord? Bilanz Suizid? Wenn 'Gefangene sich das Leben nehmen. Pabst Science Publishers, Lengerich, 365 Seiten

Dieser Sammelband ist eine umfangreiche und gediegene Zusammenstellung zu dem bedeutenden Thema des Suizids im Strafvollzug und in der Behandlung unterschiedlicher Facetten zugleich ein Handbuch. Die Herausgeber sowie die Autoren sind grossteils ausgewiesene Experten, sowohl was ihre praktische Erfahrung als auch ihre theoretische Kenntnis der Suizidologie betrifft. Dies gilt besonders für die Erstherausgeberin und Autorin von acht Beiträgen, die jahrelange Leiterin einer Justizvollzugsanstalt und des Kriminologischen Dienstes in Niedersachsen war.

Das Thema wird von vielen Seiten beleuchtet und in vier Teilen mit insgesamt 28 Kapiteln profund abgehandelt. Der erste Teil beschreibt den Umfang des Problems, die Entstehung von suizidalen Krisen und die Schwierigkeiten bei der Bewältigung im Gefängnis. Ein kurzes Kapitel schildert beklemmend die Eindrücke eines Neuzugangs. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Datenqualität von Suizidstatistiken auch im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung beschließt diesen ersten allgemeinen Zugang. Ein theologischer Exkurs, ausgehend von Suiziden im Alten Testament und ein philosophischer Traktat führen zur Beschreibung eines Unfalls im Strafvollzug aus der Sicht eines Häftlings und eines Bediensteten. Straf-,disziplinar-und haftungsrechtliche Aspekte beschließen mit instruktiven Beispielen diesen ersten Teil. Im zweiten Teil geht es primär um praktische Aspekte der Suizidprävention im Strafvollzug. In Kapitel 8 wird der Versuch unternommen, das inhomogene Verhalten von Suizidversuchen aber auch von nichtsuizidaler Selbstbeschädigung zu differenzieren, vorurteilsbehaftete Begriffe kritisch zu hinterfragen und Empfehlungen für die Behandlung zu entwickeln. Die Sicht eines Gefängnisarztes und Präventionsprobleme im Maßregelvollzug erhellen mit eindrucksvollen Fallvignetten den Alltag im Vollzug, gefolgt von einer ausführliche Beschreibung eines suizidalen Patienten mit schizophrener Erkrankung. Besonderheiten und Unterschiede zur Suizidalität von Erwachsenen behandelt ein Abschnitt zur Suizidgefährdung von Jugendlichen. Da die Suizidrate im Frauenvollzug verglichen zur Allgemeinpopulation noch deutlicher erhöht ist als jene der inhaftierten Männer, ist es verdienstvoll dieser Risikogruppe ein eigenes Kapitel zu widmen. Die folgenden Kapitel dieses Teils beschäftigen sich mit den Hinterbliebenen nach Suizid, sowohl mit den Angehörigen und Mitgefangenen als auch mit den Bediensteten. Eine Darstellung der strukturierten Vorgangsweise im österreichischen Strafvollzug erweitert das Spektrum präventiver Arbeit im deutschsprachigen Raum. Mit einem Kapitel zur Abschiedsbriefforschung – Inhaftierte schreiben häufiger Abschiedsbriefe als Suizidenten in der Allgemeinbevölkerung – endet mit zahlreichen Beispielen dieser zweite Teil. Im dritten Teil werden konkrete Maßnahmen und Projekte der Suizidprävention vorgestellt, beginnend mit baulichen Überlegungen auch hinsichtlich eines Suizidpräventionsraums, über ausführliche Fortbildungen für Bedienstete, Erstellung von hilfreichem Informationsmaterial bis hin zu Ausbildung und Einsatz von Mitgefangenen, sogenannte Listener, die insbesondere Neuzugängen behilflich sind, die Aufnahmskrise zu bewältigen. Ein umfangreiches Kapitel über Screeningverfahren zur raschen standardisierten Einschätzung der Suizidgefährdung beleuchtet die Vorteile aber auch die Probleme dieser Methoden. Von Interesse ist auch das Projekt „Telefonseelsorge für Gefangene“ und der Bericht eines Telefonseelsorgers. Der abschließende vierte Teil besteht aus dem letzten Kapitel, in dem viele frühere Beiträge zu einer Synopsis zusammengefasst werden und in ein Modell einer gefängnisspezifischen integrierten Suizidprävention fließen, ohne die Möglichkeiten der Umsetzung außer Acht zu lassen.

Dieses Buch zeichnet sich durch umfassende und fundierte Behandlung dieses schwierigen Themas aus und erfüllt sowohl wissenschaftliche Ansprüche als es auch durch vertiefende Beispiele und Darstellungen dem Bedürfnis nach Praxisrelevanz Rechnung trägt. Wie bei vielen Sammelbänden sind Wiederholungen z.B. der Epidemiologie und der Prävention unvermeidlich, wenn jedes Kapitel weitgehend in sich abgeschlossen sein soll. Es ist das erste deutschsprachige Kompendium zur Suizidalität im Strafvollzug. Fazit Es ist der Anspruch dieses Buches das multifaktorielle Geschehen, das zu Suizidalität führen kann, von vielen Seiten zu beleuchten und daraus möglichst evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen abzuleiten, die in den spezifischen Rahmen einer Justizvollzugsanstalt implementiert werden können. Diesem Anspruch wird dieses Buch in allen Abschnitten gerecht. Es besticht durch wissenschaftliche Prägnanz und Aktualität sowie wohltuende Praxisnähe.

Prof. Dr. Gernot Sonneck

 

Im Vorwort der Herausgeber heißt es: „Vollzugspraktiker erhalten sowohl einen theoretischen Überblick über alle relevanten Themen, die in ih-rem Berufsalltag bei der Bewältigung von Suiziden eine Rolle spielen können, als auch konkrete Beschreibungen praktischer Maßnahmen zur Suizidprävention.“ Das ist, wie noch zu zeigen ist, ganz und gar zutreffend. Allerdings sollte der Begriff „Vollzugspraktiker“ nicht eng verstanden werden. Auch alle sonst mit der politischen und administrativen Gestaltung des Vollzuges, mit der Aus- und Fortbildung seines Personals, mit kriminologischer Lehre und Forschung, mit der Betreuung, Überleitung und Wiedereingliederung von Gefangenen beruflich und ehrenamtlich befassten Personen sowie die am gerichtlichen Verfahren beteiligten Staatsanwälte, Richter und Verteidiger werden es mit Gewinn lesen. Das gilt auch für Gefangene, vor allem wenn sie – soweit vorhanden – in Mitsprachegremien und den Redaktionen von Gefangenenzeitungen tätig sind. Insofern kann die sehr zustimmende Rezension in der Berliner Gefangenenzeitung „Der Lichtblick“ hilfreich sein, freilich eher wohl nur, wenn sie etwas gegen den Strich gelesen wird. Denn wie soll sich der Vollzugsbedienstete immer mehr für einen human gestalteten Strafvollzug öffnen, wenn er auf die Rolle des „Schließers“ festgelegt wird? Und so berechtigt einerseits die Forderungen nach einer Besserung der äußeren, häufig mangelhaften Bedingungen auch sind, so sollte sich jedoch andererseits der Blick der Insassen auch nach innen, auf die positiven und hilfreichen, aber vor allem auch auf die negativen, zu Unglück und Verzweiflung beitragenden Aspekte der Gefangenensubkultur richten (s. auch Wetz, 217). Konstruktiv gewendet könnte dies, neben allen sonst gebotenen Maßnahmen, dazu beitragen, Suizide zu verhüten. Ich habe neugierig und sehr gespannt nach dem Buch gegriffen. Sein Thema versetzte mich ins Jahr 1973 zurück. In dessen zweiten Halbjahr nahmen sich in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg sechs Gefangene das Leben. Diese ungewöhnliche Zahl alarmierte nicht nur die mittelbar Betroffenen und vollzuglich Verantwortlichen, sondern auch die Öffentlichkeit. Als der im Oktober 1973 gerade erst eingestellte Referent für Grundsatzfragen im Strafvollzugamt der Justizbehörde Hamburg erhielt ich den Auftrag, die Hintergründe der Ereignisse zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten. Ein langer Vermerk vom Januar 1974 mit vielen Zahlen und Vorschlägen im Detail endete mit den Zeilen: „Viel wäre erreicht, wenn wir bei Vorkommen einer Selbstmordhandlung nicht sagen, er hat es nicht anders gewollt, es ist seine Schuld, sondern wenn wir uns fragen: Was ist hier und heute falsch gelaufen, warum konnten wir das nicht verhindern? Im ersten Fall bestätigen wir nur die eigene Praxis – es ist immer der andere, der versagt hat – im zweiten Fall sind wir bereit, aus Erfahrungen zu lernen und daraus Konsequenzen zu ziehen.“ Wie nicht anders zu erwarten, bilden Antworten auf die zweite Frage äußerst facettenreich das Zentrum des Sammelbandes. Wäre er schon 1973 auf den Markt gekommen, dann hätte ich es damals leichter gehabt. Beunruhigend ist aber auch, dass, trotz einiger Fortschritte seither, noch immer die gleichen oder doch ähnliche Mängel zu beklagen sind. E

s ist kaum möglich, den 28 Beiträgen von 23 Autoren im gegebenen Rahmen detailliert gerecht zu werden. Durch die Vielfalt der Texte werde, heißt es in einer Rezension von Prof. Dr. Bernd Maelicke zusammenfassend, „ein tiefgehender und zugleich berührender Einblick hinter die Kulissen der hohen Mauern“ „besonders fesselnd“ vermittelt. Die Mitherausgeberin, Katharina Bennefeld-Kersten, würdigt in einem abschließenden Kapitel theoriebewusst und praxiserfahren die Beiträge aller Autoren und fasst dies in ein „gefängnisspezifisches integratives Präventionsmodell“ zusammen. Dieses Schlusskapitel ist bestens geeignet, einen profunden Eindruck vom Ganzen zu bekommen, gleichwohl verzichte man nicht auf die vertiefende Lektüre der Einzelbeiträge. Vor diesem Hintergrund sei nun sehr selektiv auf einige wenige Beiträge kurz hingewiesen, die Antworten zu folgenden Fragen geben: Wie groß ist der Umfang des Problems im Verhältnis zur Normalbevölkerung – was ist Wahrheit, wenn die Genauigkeit von Zahlen und die dem Justizvollzug zugeschriebene Dramatik vielleicht Mythen sind (Schmitt, 31ff)? Was sind die Ursachen und die auslösenden Momente für einen Suizid (Bennefeld-Kersten, 11) – welche Besonderheiten sind im Frauen- (Weßels, 179), Jugend- (Lempp/Radeloff, 153) und Maßregelvollzug (Goldbeck, 127) zu beachten - kann ein immer besseres Screening helfen oder u. U. selbst zu einem Teil des Problems werden (Lohner, 293)? Denn keine Checkliste und keine Zwangsmaßnahme könne letztlich Offenheit, Empathie und Zeit für ein Gespräch ersetzen (Göttinger, 125). Wie können Würde und Selbstachtung der Gefangenen unter den widersprüchlichen Bedingungen des Gefängnisalltags erhalten und gefestigt werden – kann das Gefängnis leisten, was „durch es selbst unterminiert wird“ (Wetz, 76)? Aus welchen Gründen scheiden Gefangene aus dem Leben, welche letzten Botschaften enthalten ihre Abschiedsbriefe und an wen sind sie gerichtet (Pecher/Stark, 211)? Was teilt die Gefängnisarchitektur und was die Aufnahmeprozedur dem Neuzugang mit (Bennefeld-Kersten, 27) – wie können demütigende, Angst und Verzweiflung auslösende bauliche Faktoren durch eine die Suizidprophylaxe unterstützende Architektur verringert werden (Rademacher, 261)? Unter mehreren Projekten, die geeignet sind, suizidalen Handlungen vorzubeugen, sei hier - erstens - nur gefragt, was Gefangene untereinander helfend beitragen können, wenn sie unter den betreuungsintensiven Bedingungen einer sozialtherapeutischen Abteilung auf ihre Funktion als Begleiter eines potentiell suizidgefährdeten Gefangenen, als Listener für eine Nacht, vorbereitet und fachlich begleitet werden (Breuer/Pecher, 321; Haider, 343) und ließe sich dies – zweitens – nicht hervorragend mit dem niedersächsischen Telefonseelsorgeprojekt verbinden, das Untersuchungshaftgefangenen ab der ersten Nacht nach ihrer Einlieferung einen zuverlässigen und anonymen telefonischen Gesprächskontakt ermöglicht (Bennefeld-Kersten, 305; Christoph, 317)? Und schließlich, was ist zu tun, wenn der end-gültige Schritt dann doch vollzogen wurde – vielleicht als eine auch dem Gefangenen zustehende „letzte Äußerung menschlicher Selbstachtung“ (Wetz, 80)? Was ist dann nacharbeitend und nachbetreuend insgesamt (Fuchs, 197) und im Verhältnis zu den in das Geschehen involvierten Bediensteten (Cuadra Braatz, 235) und Mitgefangenen (Mantzel, 245) sowie den Angehörigen eines Suizidenten (Meischner-Al-Mousawi, 251) angezeigt? Ich breche ab und schließe mit einem letzten Hinweis: In einer kleinen Geschichte aus dem Gefängnisalltag zeigt Bennefeld-Kersten (81) wie sich das Gegeneinander eines Aufsichtsdienstbeamten und eines Gefangenen in der existentiellen Krise zum menschlichen Miteinander wandeln kann. Das Buch gehört in viele Hände; etwas Vergleichbares liegt bisher nicht vor. Es wird sich – gerade wegen seiner Vielseitigkeit - als Standardwerk auf seinem Gebiet etablieren.

Dr. Gerhard Rehn

 
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neu erschienen im Pabst-Verlag:
Forensische Prognosen
darin: Lohner/Pecher: "Prognosen im Strafvollzug"